Evangelische Jugend im Kirchenkreis Altholtstein

 

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Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag ist - auch weiterhin - ein kirchlicher Feiertag am letzten Mittwoch des Kirchenjahres, zwischen Volkstrauertag und Totensonntag.

Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung. Christen fragen in Gottesdiensten danach, wie sie ihr Leben entsprechend dem Evangelium zu gestalten haben.Versagen und Schuld sowie Versäumnisse und Fehlentscheidungen werden vor Gott zur Sprache gebracht. Durch diesen Akt der Befreiung soll zugleich Trost und Hoffnung vermittelt werden. Als Zeichen der Versöhnung mit Gott wird in vielen Gemeinden Abendmahl gefeiert.

Die liturgische Farbe der Buß- und Bettage ist Violett als Farbe der Buße und des Gebetes. Buße ist nach allgemeinem Sprachgebrauch eine Wiedergutmachung für begangenes Unrecht.

Seit Beginn der Kirche gibt es eine Vielzahl an Buß- und Bettagen, die mit Fasten und Gebet begangen wurden. In der Alten Kirche haben sich der Mittwoch - als Tag des Verrates Jesu Christi - und der Freitag - als Tag der Kreuzigung Jesu Christi - sehr früh als besondere Bußtage herausgebildet. Aus diesen einzelnen Bußtagen entstanden die Fastenzeiten vor den großen Festen, von denen uns die Adventszeit und die Fastenzeit vor Ostern erhalten sind.  

Schon im Mittelalter wurden bei Seuchen und in Kriegsgefahr Buß- oder Sühnetage begangen. Angesichts des Türkensturms rief 1535 Kaiser Karl V. das Reich zur Buße auf, und die Reichsstädte Strassburg, Ulm und Augsburg verordneten die ersten evangelischen Bußtage. Unter dem Einfluss des Strassburger Reformators Martin Bucer wurden Buß- und Bettage auch andernorts zur festen Einrichtung, z.B. in Hessen-Kassel 1539, in Köln 1563. 

Im 16. und 17. Jahrhundert breiteten sich die Bußtage in evangelischen Kirchen aus, vor allem im 30jährigen Krieg. Meist wurden sie von der weltlichen Obrigkeit angeordnet, oftmals in Verbindung mit Betstunden in Notzeiten. König Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der Vater Friedrich des Großen, ordnete den Bußtag ausdrücklich zum Zweck an, dass Untertanen und Obrigkeit gemeinsam Gott um Vergebung für die Unvollkommenheit staatlichen Handelns und des daraus entstehenden Leides bitten sollten.
In Württemberg wurden Bußtage monatlich abgehalten, in Braunschweig an die Quatember angelehnt viermal im Jahr, in Calenberg und Kursachsen dreimal, in Ostfriesland und Magdeburg zweimal, in Lüneburg einmal jährlich.
In Schleswig-Holstein wurde durch dänische königliche Anordnung vom 8. April 1686 ein jährlicher Bußtag am vierten Freitag nach Ostern angeordnet. 
Die "Eisenacher Konferenz evangelischer Kirchenleitungen" schlug 1852 und nochmals 1878 den Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres als gemeinsamen und einheitlichen Buß- und Bettag vor, da es in 26 evangelischen Gebieten des Deutschen Reiches 47 unterschiedliche Bußtage gab. 
In Preussen, das damals mehr als zwei Drittel des Gebiets des Deutschen Reichs umfasste, wurde diesem Tag durch Staatsgesetz vom 12. März 1893 "die Geltung eines allgemeinen Feiertags beigelegt". Da der oberste Landesfürst zugleich oberster kirchlicher Würdenträger war, wurde diese staatliche Regelung von der Kirche sofort übernommen.
Aufgrund des 1934 erlassenen Gesetzes über die Feiertage war der Buß- und Bettag bis 1939 erstmals im ganzen Deutschen Reich gesetzlich geschützt, wurde jedoch am 3. November 1940 durch Verordnung des Reichsinnenministers "im Einvernehmen mit dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda" auf den vorausgehenden Sonntag vorverlegt, was im folgenden Jahr 1941 auch auf Himmelfahrt, Fronleichnam und das Reformationsfest ausgedehnt wurde. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Buß- und Bettag in ganz Deutschland ein staatlicher Feiertag, mit Ausnahme Bayerns, wo er seit 1952 in überwiegend evangelischen Gebieten gesetzlicher Feiertag, in überwiegend katholischen Gebieten "staatlich geschützt" war, so dass evangelische Schüler/innen und Arbeitnehmer/innen einen Rechtsanspruch auf Freistellung zum Gottesdienstbesuch hatten.

Seit 1981 war der Buß- und Bettag auch im überwiegend katholischen Bayern gesetzlicher Feiertag.  

Der Feiertag wurde vor einigen Jahren zum politischen Zankapfel:Zur Kompensation für den Kostenanteil der Arbeitgeber an der Pflegeversicherung wurde 1995 der Buß- und Bettag - außer im Freistaat Sachsen - in allen Bundesländern abgeschafft. Von verschiedenen Seiten gibt es Bemühungen, diese Entscheidungen rückgängig zu machen und eine andere Kompensation für den Arbeitgeberanteil an den Versicherungsbeiträgen zu suchen. Der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Edmund Stoiber, hat im Bundesrat eine entsprechende Initiative eingebracht. In Schleswig-Holstein hat das Volksbegehren am 30. November 1997 nicht die notwendige Unterstützung zur Wiedereinführung des Buß- und Bettages gefunden. Statt der notwendigen 25 Prozent der Ja-Stimmen aller 2,12 Millionen Wahlberechtigten erreichte sie 19,9 Prozent.  

Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Gottesdiensten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist. 

Quellen: http://nkb.nordkirche.de/glaube/kirchenabc/abc.search/one.abc/index.html?entry=page.abc.444 (Zugriff: 8.11.2012; 11:50 Uhr)


Jugendgottesdienst anläßlich des Buß- und Betttages

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Reformationstag oder Halloween!?

Halloween? Oder ist da doch noch was anderes?!

1) Woher stammt der Name „Halloween“?

Der Name leitet sich her von „Allhallows Eve(ning)“. Gemeint ist der Vorabend von Allerheiligen. Allerheiligen, der Gedenktag für die Heiligen, wird in der katholischen Kirche am 1. November gefeiert, so dass „Allhallows Eve“ genau auf den 31. Oktober, den Reformationstag fällt.

2) Wo ist Halloween entstanden?

Entstanden ist Halloween in Irland. Dort erzählte man sich die Geschichte von Jack O´ Latern: Jack war durch eine List aus der Hölle entkommen, als er aber in den Himmel kam, war die Tür dort für ihn verschlossen. Jack war verdammt, ewig zwischen Hölle und Himmel zu wandern. Er war unterwegs mit einer Kerze in einer ausgehöhlten Rübe. Daher kommt der Brauch, Fratzen-Kürbisse auszuschneiden und zu beleuchten. Irische Einwanderer brachten Halloween in die USA.

3) Seit wann feiern wir in Deutschland Halloween?

Seit etwa 20 Jahren verbreitet es sich in Deutschland. Die Scherzartikelhersteller haben in „Halloween“ einen neuen Verkaufsschlager entdeckt. Sicherlich habt ihr die Halloween-Artikel in eurem Supermarkt auch schon entdeckt: Kürbisgirlanden, Kürbismasken mit blinkenden Augen, schrille Plastikratten, gruselige Totenköpfe, Gespenstermasken und Spinnennester. Aber aufgepasst, billig ist das nicht und euer Taschengeld ist schnell aufgebraucht.

4) Und wie komme ich nun an die Süssigkeiten?

Leute nehmt euch bloß in acht,
die Halloweengeister sind erwacht,
wollt ihr keine Qualen erleben,
müsst ihr uns was Süßes geben.

Mit diesem Spruch gehen viele von euch an „Halloween“ von Tür zu Tür und verlangen „Süßes oder (es gibt) Saures!“ „Heischegang“ (von heischen = bitten, betteln) nennt man das, und es findet an manchen Orten auch am Silvesterabend, dem Dreikönigsfest (6.Januar) oder am Martinsfest (am 11. November, Martin Luthers Tauftag) statt.

5) Dürfen Christen auch Halloween feiern?

„Halloween“ ist kein christliches Ereignis und wird deswegen in der Kirche auch nicht gefeiert. Trotzdem kannst du mit deinen Freundinnen und Freunden mitgehen.

Achte aber darauf, wenn „Saures“ gegeben wird, dass keine Gewalt geübt wird. Lack auf Türen ist kein Scherz, sondern Sachbeschädigung. Und denke daran, dass gerade ältere Menschen in der Dunkelheit Angst haben, die Haustür zu öffnen. Diskutiere mit deinen Freunden über Halloween und den Reformationstag. Vielleicht haben Sie noch nicht von der Geschichte Martin Luthers gehört.

6) Was ist denn der Reformationstag und wann findet er statt?

Der 31.Oktober ist der Reformationstag! Und er ist der Geburtstag der Evangelischen Kirche.

7) Geburtstag? Wie wird denn eine Kirche geboren?

Am Anfang stand ein junger Mönch.

Er ärgerte sich über seine Kirche und schlug deswegen
am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Fast 500 Jahre ist das her.

Eigentlich wollte Martin Luther die Kirche damit nur verändern, doch am Ende stand eine neue Kirche.

Martin hatte den Anstoß gegeben, und viele Menschen nahmen den Ball auf und spielten ihn weiter. Überall gründeten sich neue Gemeinden, die sich auf Martin beriefen und seine Lehren befolgten. Heute gibt es die Evangelische Kirche in der ganzen Welt.

8) Seit wann feiern wir den Reformationstag?

Den so genannten „Gedenktag der Reformation“ gibt es in Deutschland seit dem
17. Jahrhundert.

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist er bis heute gesetzlicher Feiertag.

Am Reformationstag erinnern wir uns an Martin Luther. In den Kirchen werden Reformationsgottesdienste gefeiert. Manchmal gibt es auch Diskussionsveranstaltungen oder es wird ein fröhliches „Lutherfest“ gefeiert.

Quellen: http://lebensmut.wordpress.com/2010/10/31/wenn-martin-luther-halloween-feiern-soll/  (Zugriff: 23.10.2012; 8:46 Uhr)

http://www.kirche-scharnebeck.de/12.html (8:50)

http://www.lutherbonbon.de/kg.root/kd.1126000402.14/index.html (8:00)

http://www.lutherbonbon.de/kg.root/kd.1126000402.14/index.html (8:13)

http://www.dw.de/dw/article/0,,3742981,00.html (8:29)

http://www.lutherbonbon.de/kg.root/kd.1126000402.8/index.html (8:33) 

http://www.stjohannes-davenstedt.de/formulare/okt_nov09_online.pdf  (8:39)

http://www.lerntrainer-theologie.de/cms/startseite/materialboerse/schuelerfragen/ (8:44) 

http://www.jukis.org/index.php?option=com_content&task=view&id=628&Itemid=2 (8:47)

http://kompass.evangelisch.de/blogs/durch-das-kirchenjahr/2009/11/01/reformationstag-allerheiligen-und-halloween (8:51)

http://www.cosmiq.de/qa/show/518218/Kennt-jemand-den-Ursprung-von-Halloween/ (8:55)

http://www.ekd.de/reformationstag/halloween/geschichte.html (9:01)

 http://www.kirchenkreis-pasewalk.de/511.html  (9:12)

 http://www.focus.de/panorama/welt/halloween-2008-der-christliche-ursprung-des-grusel-festes_aid_344945.html (9:20)

http://www.jugendclub-alpha.de/html/Termine09.htm (9:23)

http://www.ekd.de/aktuell/061027_huber_bz_kolumne.html (9:28)

http://www.heimwerker.de/heimwerker/heimwerker-beratung/holzwerken-und-basteln/bastelvorlagen-selber-basteln/halloweenbastelnunddekorat/halloween-deuschland.html (9:33)

(Zugriff jeweils am 23.10.2012)